Oxford. Das war für mich immer nur die eine Universität, an der die Elite studiert. Mir war gar nicht so klar, dass das eine ganze Stadt ist, und dass diese Universität aus 38 einzelnen Colleges besteht. Hier haben große Namen wie Oscar Wilde, J.R.R Tolkien, Lewis Carroll, Stephen Hawking studiert.

Oxford ist die drittälteste Universität Europas und ich habe eine Schwäche für alte Gebäude. Also auf nach Oxford.

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Ich bin von London aus für einen (leider viel zu kurzen) Tagesausflug nach Oxford aufgebrochen. Mit dem Zug ist das super einfach. Mein Ticket habe ich bereits im Vorfeld gebucht und außerhalb der Stoßzeiten kostet eine Fahrt zwischen 10 und 15 Pfund.

Wenn ihr mit dem Auto unterwegs seid, solltet ihr die Park und Ride Parkplätze nutzen und euer Auto etwas außerhalb der Stadt parken. Anschließend nehmt ihr einen der Pendelbusse, der euch direkt ins Herz der Stadt bringt.

Zunächst hole ich mir einen Stadtplan beim Infocenter im Bahnhof, um die Stadt zu Fuß erkunden zu können. Vom Bahnhof aus (immer Richtung Magdalenen Street) ist es nicht weit bis ins Zentrum der Stadt.

Ohne jegliche Erwartungen bin ich direkt total begeistert von der Stadt. Alt neben neu, viele Studenten, die die Stadt beleben und lebendig machen. Ich stelle mir vor, wie es ist, hier zu studieren und fühle mich direkt, wie in einem Harry Potter Film.

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Ich wandere die Straßen entlang. Leider regnet es die meiste Zeit und ich schlüpfe in die eine oder andere Kathedrale, um mich unterzustellen. Es gibt genug Möglichkeiten. Die Gebäude sind nicht nur von außen atemberaubend.
Hier und da versuche ich einen Blick in die Innenhöfe der Colleges zu erhaschen. Leider kann man nicht einfach so reinmarschieren und sich die Colleges von innen anschauen. Allerdings gibt es zahlreiche Angebote, um an einer Führung teilzunehmen. Entweder ihr schließt euch einfach einer Gruppe vor Ort an oder bucht euren Rundgang bereits im Voraus über z.B. Get your guide. Da ich selber viel zu neugierig bin, als dass ich mir alles nur von außen angucke, schließe ich mich einer Gruppe an – einem Grüppchen :-). Wir sind nur zu dritt, was es richtig schön und persönlich macht. (Kosten: 12 Pfund)

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In der Bodleian Library (Baujahr 1602) befindet sich ein Exemplar von jedem Buch, das im Vereinigten Königreich gedruckt wurde. (Ähnlich wie die Deutsche Nationalbibliothek in Deutschland.) Das macht 9 Millionen Bücher in 176 km Regalen.
Als wir in das Gebäude treten, staune ich nicht schlecht. Irgendwie kommt mir der Ort bekannt vor. Hier wurden Teile der Harry Potter Filme gedreht: der Krankenflügel, die Kammer des Schreckens und hier bringt Professor McGonnagal den Schülern zum Trimagischen Turnier das Tanzen bei.

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Wir folgen dem Führer zur Radcliffe Camera (camera = Kammer), einpalladianischer Rundbau aus dem 18. Jahrhhundert. Sie ist Teil der Bodleian Bibliothek und beherbergt die Radcliffe Science Library, die eine Ausgabe jedes in Großbritannien gedruckten Wissenschaftsbuches enthält.

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Weiter geht es zur Bridge of Sight »Seufzerbrücke«. Sie verbindet zwei Gebäude des Hertford College und ist ein sehr beliebtes Fotomotiv.

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Anschließend besuchen wir das wohl berühmteste College in Oxford, das Christ Church College. Auch hier wurden Teile der Harry Potter-Kinofilme gedreht.

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Zum Abschluss gibt es noch einen Abstecher ins Blackwell`s. Von dieser Buchhandlung habe ich schon oft gehört, wenn es darum geht, welche Buchhandlung man sich unbedingt anschauen sollte. Im ersten Moment sah das alles jedoch unglaublich winzig aus und ich dachte schon, ich hätte vielleicht irgendetwas missverstanden. Bis ich den ersten Schritt in das Geschäft mache und sich mir eine ganz eigene Welt öffnet. Über mehrere Etagen findet man Bücher über Bücher und jetzt finde ich es richtig schade, dass ich nur für einen Tag hier bin. Hier hätte ich gerne noch ein bisschen länger gestöbert. Denn alleine für den Norrington Room mit mehr als 160.000 Bücher in fast 5 Kilometer Regalreihen muss man schon etwas mehr Zeit einplanen.

Für mich geht es dann weiter zum historischen Covered Market aus dem Jahre 1774. Hier findet man alles Mögliche. Cafés, Obst- und Gemüsestände, Papeterie- und Dekorationsgeschäfte. Vor allem die Mini-Kuchen mit einem Gruß aus Oxford gefallen mir besonders gut. Oxford ist ja vor allem für seine Sausages (Mischung aus Rinder- und Schweinefleisch gewürzt mit ganz speziellen Kräutern) bekannt, die man hier natürlich auch kaufen kann. Aber auch Vegetarier kommen nicht zu kurz und ich teste ein veganes Bananenbrot. (für mich persönlich etwas zu süß, aber trotzdem lecker)

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In Oxford gibt es natürich auch jede Menge Möglichkeiten zum Shoppen und noch mehr Colleges und ein Schloss, das man sich angucken kann, sowie die Möglichkeit mit einem Punt – ein flaches Boot – oder Tretboot über die Themse zu fahren (ähnlich wie in Cambridge) allerdings, musste ich leider wieder zurück.

Abschließend kann ich sagen, dass diese Stadt mich echt beeindruckt hat und ich glaube, ich habe mich ein kleines bisschen verliebt. Ich werde mit Sicherheit nochmal wiederkommen. Aber dann hoffentlich bei Sonnenschein. J

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